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Haus am Zentrum, Berlin

Das 1913 errichtete und unter Denkmalschutz stehende ehemalige Haus der Gesundheit (heute Haus am Zentrum) in Berlin Mitte erstrahlt nach intensiver Sanierung und Modernisierung im neuen Glanz. Die TGA-Fachplanung der pde durften bei diesem herausfordernden Projekt von den konzeptionellen Anfängen mit der Erarbeitung eines gesamtheitlichen TGA-Versorgungskonzeptes bis zur schlussendlichen Realisierung bei der Erneuerung aller technischen Anlagen mitwirken. Auch unsere Brandschutzabteilung begleitete alle Leistungsphasen bis in die Ausführung und erstellte ein auf den Bestand zugeschnittenes Brandschutzkonzept für das Gebäude. Herausforderung hierbei war insbesondere der Denkmalschutz im bestehenden zentralen notwendigen Treppenraum, sowie die bestehende Gebäudesubstanz.


Außenansicht des Haus am Zentrums
Haus am Zentrum: Blick in den Eingangsbereich
Haus am Zentrum: Treppengeländer
Haus am Zentrum: Blick ins Stiegenhaus
Haus am Zentrum: Innenasicht
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Außenansicht des Haus am Zentrums
Haus am Zentrum: Blick in den Eingangsbereich
Haus am Zentrum: Treppengeländer
Haus am Zentrum: Blick ins Stiegenhaus
Haus am Zentrum: Innenasicht

Bauherr

Augustus Immobilien GmbH & Co.KG

Leistungszeitraum pde

2019 - 2025

Standort

Berlin

Leistungsphasen

LPH 1-8 TGA, LPH 1-9 Brandschutz

Dimensionen

Nutzfläche: ca. 8000 m²

Leistungsbereiche

TGA, Brandschutz

Konsequente Flächennutzung und Umbau im laufenden Betrieb

Die Sanierung erfolgte in einem denkmalgeschützten und teilweise vermieteten Gebäude – bei laufendem Betrieb. Ziel war es, moderne Büroflächen mit hohem Komfort und optimalem Raumklima zu schaffen.

 

Haus am Zentrum: Treppenaufgang

Im Zuge der Kernsanierung wurden daher sämtliche technische Anlagen zur mechanischen Lüftung und Kühlung der neuen Büroflächen nachgerüstet.  Hierbei kam es auf eine besonders effiziente Nutzung der örtlichen Gegebenheiten an, da Aufstellflächen im Außenbereich nicht zur Verfügung standen. Dank effektiver 3D-Planung, enger Abstimmung im interdisziplinären Team des Bauherrn sowie der gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit mit unseren pde-Expert*innen aus dem Brandschutz, konnte diese Herausforderung im Projekt erfolgreich gemeistert werden. Die erforderliche Haustechnik zur Lüftung und Kühlung konnte im Untergeschoss als auch in Zwischendecken der Mietflächen organisiert werden. 

Aufgrund des laufenden Betriebes mussten brandschutztechnisch temporäre Sonderlösungen für die Sicherstellung der Rettungswege in Abstimmung mit dem Prüfingenieur für Brandschutz gefunden werden. Die enge Zusammenarbeit mit Bauherr, Prüfingenieur für Brandschutz und Haustechnik war dabei ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Umsetzung.

Treppenhaus

TGA-Leistungen

Folgende Leistungen wurden von unserem TGA-Team erbracht: 

  • Planung aller technischen Anlagen im Zuge der Kernsanierung im denkmalgeschützten und teilvermieteten Gebäude
  • Entwickeln und Umsetzen von Interimsmaßnahmen für die teilvermieteten Flächen während der Sanierung,
  • LP2-8 für den TGA-Ausbau auf rd. 8.000m² Nutzfläche
  • ab 2022 Leistungsphase 8 über alle Geschosse (Untergeschoss – 6.OG)
  • ab 2023 zusätzliche Beratungsleistungen zu Fragen infrastruktureller Maßnahmen infolge nachbarschaftlicher Bauprojekte im Umfeld des Bauherrn
  • 2023-2024 sukzessive Nutzungsaufnahme des Gebäudes mit Fertigstellung
  • 2025 Übergabe der bezugsfertigen Mieteinheiten  

 

TGA-Leistungen im Konkreten

  • Klimatisierung (Heizen, Kühlen) über bodengleiche Unterflurkonvektoren,
  • Klimatisierung IT / Serveräume über Split-Kälte
  • Mechanische Be- und Entlüftung aller Büroflächen als Zentralgerät im UG und mittels dezentraler Lüftungsgeräten in den Mietflächen
  • neues Trink- und Schmutzwassernetz
  • Blitzschutz, Zutrittskontrollanlage, vollflächige Brandmeldeanlage, Beleuchtungsanlage
  • Druckbelüftungsanlage
  • Ersatzstromanlage (Akku, kein Diesel)
  • Modernisierung der Heizungsanlage
  • Sonnenschutzanlage
  • Personenaufzug
  • Feuerwehraufzug
  • Einzelraumregelung und Zonenregelung sowie Gebäudeleittechnik

Nachrüstung sicherheitstechnischer Anlagen

Durch die Aufstockung des Gebäudes und den Größen der zusammenhängenden Büroflächen, gehört das Gebäude formal in die Hochhausrichtlinie. In Berlin gibt es hierfür eine spezielle Ausnahmeregelung, die es ermöglicht, Gebäude bis zu einer Höhe von < 25 m (OKFF) nicht als Hochhaus zu bewerten, sofern besondere Kompensationsmaßnahmen getroffen werden. Hierzu gehörte insbesondere die Installation eines Feuerwehraufzuges inkl. zugehöriger Druckbelüftungsanlage und einer entsprechenden Ersatzstromversorgung. Außerdem wurde zur Kompensation weiterer Abweichungen vom Bauordnungsrecht eine vollflächige Brandmelde- und Alarmierungsanlage sowie eine Sicherheitsbeleuchtung installiert. 

Das Projekt steht als perfektes Beispiel, für die innovative Planung der Neunutzung und Modernisierung denkmalgeschützter Gebäude.

 

modernisierter Innenraum