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  • Ein neues Gipfelkreuz
08.02.2026

Wo andere Ski fahren, schaffen wir Fundamente

Viele zieht es in den Schulferien auf die Skipisten und Gipfel – wir bei der pde denken die Berge noch ein Stück weiter. Während andere den Ausblick genießen, planen wir außergewöhnliche Projekte in luftiger Höhe: Zum Beispiel die Statik samt Fundament für das neue Gipfelkreuz auf der Giggler Spitze im Tiroler Tobadill in 2.614 Meter Höhe.

Dort oben wirken Kräfte, die oft im Verborgenen bleiben. Das hat der Winter vor zwei Jahren eindrucksvoll gezeigt. Außergewöhnlich starke Schneeansammlungen auf den Abspannseilen führten dazu, dass das bestehende Gipfelkreuz den Belastungen nicht mehr standhielt und schließlich knickte.

Aus diesem Grund übernahm unsere Abteilung Tragwerksplanung in Graz die statisch-konstruktive Planung und Berechnung für ein neues Gipfelkreuz. Die Aufgabe: die Einwirkungen aus Wind und Schnee realistisch abzubilden und eine Tragstruktur zu entwickeln, die den alpinen Bedingungen wirklich dauerhaft standhält.


Gipfelkreuz
PLanung Gipfelkreuz

Auf Basis unserer statischen Berechnungen und Planung entstand ein neues Gipfelkreuz aus Stahl, das gezielt für die extremen Wind- und Schneelasten ausgelegt wurde. Die Geometrie, Profilaufbauten und Wandstärken wurden von unserer Abteilung Tragwerksplanung in Graz so entwickelt, dass Tragfähigkeit, Robustheit und Gestaltung in Einklang stehen.

Die vertikalen und horizontalen Elemente bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Formrohrprofilen, wobei das mittige Hauptprofil bewusst stärker dimensioniert wurde. Im Kreuzungspunkt sorgen umlaufende kreisförmige Bleche aus Cortenstahl nicht nur für eine prägnante Optik, sondern auch für eine definierte Kraftweiterleitung innerhalb der Konstruktion.

Ein wesentlicher Bestandteil der statischen Planung war zudem die sichere Ableitung der Wind- und Schneelasten. Diese erfolgt über vier im Fels verankerte Abspannseile sowie über ein Punktfundament, das zusätzlich mit Ankern im anstehenden Fels verbunden ist. Auch die Montagebedingungen in dieser Höhe wurden in der Berechnung berücksichtigt.

Das Kreuz wurde werkseitig vormontiert, in mehreren Teilen per Helikopter auf die Giggler Spitze transportiert und vor Ort verschraubt – exakt abgestimmt auf die von der pde erarbeiteten statischen Vorgaben.

Ein Projekt, das zeigt, wie präzise Tragwerksplanung und ingenieurmäßige Detailarbeit die Grundlage für langlebige Bauwerke im alpinen Raum schaffen.