Neue Spreespeicher – PORR Design & Engineering

Neue Spreespeicher

Während der Entwurf an alte Speichergebäude erinnert, kommt bei Planung, Bau und Betrieb des Neuen Spreespeichers modernste Technik zum Einsatz – von der 3D-Modellierung über Modellpräsentationen bis hin zur Nutzung der 3D-Daten für die Kontrolle der TGA-Gewerke.

Bauherr
Cuvrystrasse 50-51 Berlin GmbH
Projektzeitraum
2017-2020
Leistungszeitraum PDE
2017-2018
Geplante Fertigstellung
2020
Dimensionen
39.192 m² Bruttogeschossfläche, Ca. 400.000 m³ abgepumptes Wasser, 8 Obergeschosse, 1 Tiefgeschoss, 6 Gebäudeteile, 1 mehrgeschossige Glashalle, 1 Innenhof mit öffentlich zugänglichen Grünanlagen
Zertifizierung
DGNB Gold

Die 3D-Modellierung aller Gewerke im Zuge der Ausführungsplanung erleichterte die Zusammenarbeit und machte Prozesse transparent.

Kombination von Tradition und modernem Design

Das Projekt Neue Spreespeicher kann, neben dem geschichtsträchtigen Standort an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, ebenfalls auf eine lange Geschichte zurückblicken. Nach der Erwirkung der Baugenehmigung im Jahr 2002 wurde das leerstehende Grundstück kurzerhand besetzt und für einige Jahre in eine Zeltstadt verwandelt. Nachdem längere Verhandlungen zu einer Einigung führten, stand das Grundstück wieder als Bauland zur Verfügung und das Projekt für ein neues modernes Bürogebäude nahm rasch Fahrt auf.

Im Juli 2017 sicherte sich die PORR als Generalunternehmer den Auftrag über EUR 46 Mio. In Zusammenarbeit mit der PORR Design & Engineering GmbH (PDE) als Generalplaner wurde das Projekt in kurzer Zeit aufgesetzt. Durch den Einsatz von Building Information Modeling (BIM), mittlerweile Standard bei der PDE, konnten die Schnittstellen und offenen Punkte schnell dargelegt und geklärt werden. Mit LEAN Design als Ergänzung war der Austausch von Informationen auf kurzem Weg möglich und die Projektabwicklung sehr effizient.

Nicht nur innerhalb der PORR wurden Teamwork und Austausch groß geschrieben, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den zukünftigen Mietern. Der Mix von Dienstleistungs- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss und Büroflächen in den Obergeschossen stellte unterschiedliche Anforderungen an die Haustechnik. Diese mussten schon in der Planung und Ausführung berücksichtigt werden, um die späteren Mieterflächen optimal zu versorgen. So konnten sowohl die ausreichende Vorhaltung in den Haustechnikschächten als auch die Anfrage nach Versammlungsstätten im Erdgeschoss mit einer daraus resultierenden größeren Sprinklerzentrale erfolgreich in der Ausführungsplanung gelöst werden.

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Berufstaucher für Unterwasserarbeiten

Höchstleistungen an Land, aber auch unter Wasser

Der Neue Spreespeicher entsteht unmittelbar am Ufer der Spree und sorgt mit seiner direkten Wasserlage für besondere Anforderungen hinsichtlich Planung und Bau. "Was für die Berliner eine Promenade mit Naherholungsfaktor ist, stellt durch die Lage so nah am Wasser für das Team der Ausführungsplanung eine Herausforderung dar", erklärt Projektleiterin Susan Glöckner.

Auch beim Start der Arbeiten auf der Baustelle wurden besondere Maßnahmen notwendig: Eine umfangreiche Wasserhaltung für die Baugrube musste installiert werden.

"Im Verlauf der Baustelle haben wir rund 400.000 m³ Wasser abgepumpt und der Spree anschließend wieder zugeführt. Die Baugrube musste danach schnellstmöglich mit dem Untergeschoss gefüllt werden, um die Wasserhaltung zu verkürzen", erzählt Glöckner.

Eine weitere Besonderheit dieses Projekts war der zusätzliche Einsatz von Berufstauchern für diverse Unterwasserarbeiten. Gut ausgerüstet und im Trockenanzug eingehüllt, wagten die Berufstaucher den Sprung in die Spree, um die Spundwand abzubrennen, Absperrgitter für das Einleitbauwerk zu setzen und die Fassadenanschlüsse unter Wasser herzustellen.