29.01.19

Wohnprojekt in der Münchner Au

Die PORR konnte sich den Bauauftrag für das Wohnbauprojekt - Wohnen am Nockherberg Mitte - in der Münchner Au sichern. Nach einer intensiven Optimierungsberatung durch die PORR Design & Engineering, kurz PDE, wurde diese nun ebenfalls mit der Ausführungsplanung beauftragt. Ein straffer Zeitplan, der durch LEAN Methodik in der Abwicklung unterstützt wird, soll eine Fertigstellung im März 2021 ermöglichen.

Intensive Vorarbeiten während einer mehrmonatigen Begleit- und Beratungsphase der PORR Design & Engineering führten schlussendlich zur erwarteten Beauftragung für das Wohnbauprojekt – Wohnen am Nockherberg Mitte - in München. Der Auftragsumfang sieht nicht nur die Ausführungsplanung für die Architektur und Haustechnik durch die PDE vor, sondern auch den kompletten Bau der Wohneinheiten durch die PORR Deutschland GmbH, Niederlassung München.

Bevorzugte Lage

Mit der Entscheidung der Münchener Paulaner Brauerei, ihre Produktion und Logistik nach Langwied zu verlagern, wurde ein großes innerstädtisches Areal für die Entwicklung eines neuen Quartiers in der Münchner Au mit rund 90.000 m² Grundstücksfläche zum Wohnen, Leben und Arbeiten frei.
Dieses Areal, auf dem rund 1.500 Wohnungen für bis zu 3.500 Menschen und weitläufige Frei- und Grünflächen entstehen sollen, entwickelte die Bayerische Hausbau in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München. Das von der PORR gewonnene Los beinhaltet die Planung und den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen mit Großgarage und Nebenräumen. Das Objekt gliedert sich in 16 Häuser mit 293 Wohneinheiten und einer teilweise 3-geschossigen Tiefgarage für 349 Stellplätze. Die Wohnungen sind großteils im gehobenen Standard zu bauen und auszustatten. Die Erdgeschosszone wird unter anderem entlang der Regerstraße als Bindeglied von öffentlichem Raum und der privaten Wohnnutzung in einzelnen Häusern kleinteilige Gewerbeeinheiten erhalten.

Optimierungen durch die PDE

Das architektonische Konzept sieht vor, dass sich jedes der Gebäude durch eine eigene Fassadengliederung auszeichnet und differenziert, auch wenn die einzelnen Häuser zu einer geschlossenen Blockbebauung zusammengefasst sind. Der somit aufgelockerte Block wurde in den Leistungsphasen 1-4 geplant, bevor die PORR Design & Engineering mit einer Optimierung dieses Leistungsstatus beauftragt wurde. Das Projekt wurde im Hinblick auf unterschiedliche Planungsdisziplinen revisioniert und optimiert. Im Rahmen einer detaillierten Analyse der bisherigen Planung wurden Lückenschluss- und Optimierungslisten erstellt, sowohl für die Tragwerks- und TGA-Planung, als auch für die Außenanlagen und die Fassade. Eine seitens der Hochbauabteilung der Niederlassung München in Zusammenarbeit mit der PDE aktualisierte Kalkulation unterstützte diesen Optimierungsprozess. In diesem Zusammenhang wurden die Kostenauswirkungen der Optimierungen gleich bepreist und die Entscheidungsvorlagen als Optionskatalog für den Auftraggeber erstellt. Gleichzeitig wurde aber auch schon mit der Ausführungsplanung und somit der Leistungsphase 5 nach HOAI begonnen. Diese führen nämlich die Fachplanungen für Architektur, TGA-Planung, Brandschutz und Bauphysik im Rahmen eines Teilgeneralplanungsauftrags aus.


Ein auf dem Building Information Modeling beruhendes Datenmodell kommt als Arbeitsmodell zum Einsatz. Schon seit der Begleitphase bedient sich die komplette Projektabwicklungsplanung der LEAN Methodik. Dies bedingt vor allem der ambitionierte Zeitplan für die interne Abwicklung. Die rohbaurelevante Ausführungsplanung wird voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen – gleichbedeutend mit einer reinen Kernplanungszeit von 12 Monaten. Der Auftraggeber reichte den Baugenehmigungsantrag bereits im Dezember  2017 ein. Die rechtzeitig erteilte Baugenehmigung ermöglichte den planmäßigen Baubeginn im November. Im März 2021 soll der fertige Gebäudekomplex seiner Bestimmung übergeben werden.

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