LEAN Schulung der IGO-Ortner Gruppe | PORR Design & Engineering

LEAN-Schulung der IGO-Ortner Gruppe

Die PORR Design & Engineering (PDE) wendet LEAN Design seit längerem in der Planung und Ausführung von Generalplanungsprojekten an und bietet ihre LEAN-Expertise auch für die Bauausführung (LEAN Construction) an. Nach diversen Schulungen bei internen PORR-Projekten, bei denen nicht nur die Kolleginnen und Kollegen vom Bau, sondern auch sämtliche Nachunternehmen geschult wurden, fand nun die erste Schulung eines externen Unternehmens durch das Team LEAN Management der PDE statt. Auch die Größe der Teilnehmergruppe war außergewöhnlich. Es wurden gleichzeitig rund 200 Führungskräfte der IGO-Ortner Gruppe geschult.

Die Zahlen sprechen für sich: Einhaltung der Termine, wenn nicht sogar vorzeitiges Erreichen, und daraus folgende Kosteneinsparung bei gleicher Qualität. In der PORR können wir bereits auf zahlreiche erfolgreich gestartete und abgeschlossene Projekte mittels LEAN-Methodik blicken. Und auch die Nachunternehmen auf den PORR Baustellen, die damit arbeiten, weil es im Projekt Standard ist, sind überzeugt. Kein Wunder also, dass diese Erfolge von einem unserer wichtigsten Nachunternehmen im Bereich Technische Gebäudeausrüstung (TGA) nach oben in die eigene Führungsriege getragen wurde. Die Familie Ortner, die an der Spitze der IGO-Ortner Gruppe steht und auch größter Aktionär der PORR Group ist, nahm ihre letzte Management-Tagung zum Anlass, dem Thema LEAN einen ganzen Nachmittag einzuräumen. Um die Vorteile richtig herauszuarbeiten, sollte es eine gelungene Mischung zwischen Theorie und Praxis werden. Die Expertise, die die PORR als Teil des Firmenverbunds schon aufbauen konnte, sollte direkt weitergegeben werden.

Detaillierte Vorbereitung für abwechslungsreichen Schulungsblock

Die Vorbereitungen für diese große Schulungsrunde wurden durch das gesamte LEAN Management-Team bereits Wochen vor dem Event gestartet, vor Ort unterstützten dann fünf Kolleginnen und Kollegen den durchgetakteten Ablauf. Mit Gernot Wagner, Geschäftsführer der PORR Design & Engineering, fand sich auch schnell ein „hausinterner“ Experte, der selbst zu seinen Erfahrungen mit LEAN in der Planungs- und Ausführungsphase berichtete und anschließend durch die Schulung und die Podiumsdiskussion führte. Die Einführung in das Thema fand zusammen mit Claus Nesensohn, Gründer der Firma Refine Projects AG, statt. Er begleitete nicht nur die PDE bei ihrem Aufbau des internen LEAN Managements, sondern war auch bei Projekten mit exklusivem Fokus auf die TGA beratend tätig. Der Einsatz von LEAN-Methoden hat sich bei all seinen bisherigen Projekten bestens bewährt. Nach einem kurzen Vortrag begleitete Claus Nesensohn 15 ausgewählte Führungskräfte der IGO-Ortner Gruppe in einen kleineren Workshopraum, wo die Gruppe die Schulung „SIMCity“ der PORR in einer etwas gekürzten Fassung erlebte. Dabei ging es um den Bau eines Hotelgeschosses in einem Modell; in einer ersten Runde auf die konventionelle Art und in einer zweiten Runde unter Anwendung von LEAN-Methoden.

Effizienzsteigerung bei Bau von Lego-Trucks mithilfe von LEAN

Währenddessen blieben im großen Saal ca. 180 Führungskräfte an ihren Tischen sitzen und  teilten sich zunächst in kleinere Gruppen zu 5 Personen auf. Auch hier wurde direkt mit einer Praxiseinheit gestartet, um die nach dem Mittagessen etwas müden Geister wieder zu aktivieren. Ziel der Schulung war der Bau von IGO-Trucks aus Legosteinen. Dazu wurden im Vorfeld durch das LEAN Management-Team über 20.000 Legosteine in den passenden (IGO-)Farben bestellt, sortiert und für die einzelnen Gruppen in Materiallagern vorbereitet. Während in der ersten Produktionsrunde ohne LEAN-Methodik noch Einschränkungen bestanden, die die Zusammenarbeit erschwerten, erkannte man nach den weiteren 3 Runden jeweils eine Steigerung in der Produktivität. Nach jeder Praxisrunde wurden weitere LEAN-Prinzipien erklärt und dann auch direkt auf die Spielregeln der jeweils folgenden Produktionsrunde angewandt. So schafften es die Teams, sich in jeder Praxiseinheit zu verbessern und mehr Trucks zu produzieren und dabei auch noch die Kommunikation und den Spaßfaktor zu steigern. Spielend wurden so die folgenden LEAN-Prinzipien angewandt: Wertschöpfung erkennen, Verschwendung minimieren, Fluss, Pull und kontinuierliche Verbesserung. Der Nutzen war in der Simulation mit den Lego-Trucks eindeutig. Auch in der parallel stattfindenden „SIMCity“ Simulation konnte der Mehrwert durch eine Taktplanung, die für die 2. Produktionsrunde des Hotelgeschosses angewandt wurde,  extrem gesteigert werden. Jedes Teammitglied wusste genau, was wann zu tun war. Somit entstand weniger Stress für jedes beteiligte Gewerk und die Produktionszeit gesamt konnte um mehr als die Hälfte verringert werden.

 

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion, die alle Führungskräfte wieder im großen Saal verfolgten, berichteten ausgewählte Mitarbeiter der IGO-Ortner Gruppe von ihren konkreten Erfahrungen mit LEAN bei den PORR Bauprojekten. Somit wurde für die anderen Führungskräfte auch besser nachvollziehbar, wie sich die eben in der Simulation dargestellten Prinzipien konkret auf das Projektgeschäft übertragen lassen. Und nicht nur das. Der LEAN-Gedanke geht weiter -  auch in die administrativen Prozesse und ins Backoffice. Denn das Hauptziel ist, Verschwendung zu eliminieren und die kontinuierliche Verbesserung im täglichen Arbeitsalltag zu suchen. Dieser Grundgedanke muss in der Unternehmenskultur eines „lean“ (schlank) handelnden Unternehmens verankert sein, davon waren alle anwesenden Führungskräfte überzeugt und es gab schon die ersten Interessensbekundungen, diese Prinzipien und Methoden bei Projekten oder in ganzen Bereichen anzuwenden.

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