Auftragseingang P3 Innsbruck für PORR Design & Engineerin | PORR Design & Engineering
12.07.18

Auftragseingang P3 in Innsbruck

Die PEMA-Gruppe spricht der PORR Design & Engineering (PDE) ein weiteres Mal ihr Vertrauen aus. Nach der erfolgreichen Planung des P2 Hochhauses konnte sich die PDE nun ebenfalls den Auftrag zur Generalplanung und zur Nachhaltigkeitsbegleitung nach LEED für ein weiteres Innsbrucker Prestigeprojekt sichern.

Ein weiteres architektonisches Highlight entsteht am Innsbrucker Hauptbahnhof

Nachdem im Februar auch der Gemeinderat die Bewilligung für das 3. PEMA Hochhaus in unmittelbarer Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofs gegeben hat, fiel nun der Startschuss für die Planung dieses weiteren architektonischen Highlights. Wie schon das P2 wird auch das P3 als multifunktionales Gebäude konzipiert. Die internationale Hotelkette Motel One hat bereits einen Vertrag für den Großteil der verfügbaren Fläche unterzeichnet. Es entstehen ca. 240 neue Hotelzimmer, die einen wichtigen Impuls für den Innsbrucker Tourismus setzen. Drei Untergeschosse werden als Tiefgarage dienen und die markanten Sockelgeschosse sollen teilweise als Büroflächen genutzt werden. Durch die unterschiedliche Nutzung der Sockelgeschosse und die öffentlich zugängliche Rooftop Bar des Hotels im 13. Obergeschoss wird das Gebäude zu einem allzeit belebten öffentlichen Raum, der das urbane Flair der anderen beiden PEMA Hochhäuser fortführt.

Architektonisch besticht das Gewinnerprojekt der beiden Innsbrucker Architekten Michael Heinlein und Alois Zierl durch den liegenden Sockel, der den Vorplatz am Bahnhofsgelände elegant auffasst. Hervorzuheben ist ebenfalls die nachhaltige Gebäudestruktur im Sinne der Raumhöhen, der Materialien und der Flexibilität. Diese gilt es nun in der Planung umzusetzen. Auch bei diesem Projekt besteht eine der Herausforderungen darin, in unmittelbarer Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofs zu bauen und die damit verbundenen komplexen Anforderungen der ÖBB in der Planung zu berücksichtigen.

PDE wird mit Generalplanung und Nachhaltigkeitsbegleitung beauftragt

Dank der exzellenten Zusammenarbeit bei der Planung und dem Bau des P2 wurden wir als PDE eingeladen, ab dem eingereichten Wettbewerbsbeitrag in das Projekt einzusteigen und auch die Ausführungsplanung für das neue Projekt anzubieten. Das bedeutete für uns, die Planung federführend ab dem Vorentwurf in Zusammenarbeit mit den Architekten bis hin zur umsetzungsfähigen Ausführungsplanung zu übernehmen. Bei PEMA konnten wir vor allem mit der Qualität durch unseren integrierten Planungsansatz überzeugen. Neben Building Information Modeling und dem damit verbundenen gemeinsamen Arbeiten aller Planer in einem Modell verstärken wir seit längerem unsere Projekte mit LEAN Design Methoden. Verbesserte interdisziplinäre Kommunikation und Einsparungen von Zeit und Kosten sind die positiven Effekte, von denen nicht nur der Bauherr, sondern das gesamte Projektteam profitiert.

Gemeinsamer Startworkshop aller Projektbeteiligten fördert Zusammenarbeit mit LEAN Methoden

Bei dem gemeinsamen Startworkshop im Salzburger Land schwor sich das Team der PDE gemeinsam mit dem Bauherrn, den Architekten und den weiteren bisher beauftragten Nachunternehmern auf einen gemeinsamen Zeitplan und die Projektziele ein. Die Erwartungen von allen Beteiligten wurden offen und transparent besprochen. Die Wichtigkeit einer nachhaltigen Planung und die Vorteile einer Gebäudezertifizierung wurden durch die Gruppe Nachhaltigkeit der PDE nochmals präsentiert. Der Bauherr bekundete schon früh, dass auch für dieses Hochhaus eine Zertifizierung nach LEED Gold Standard angestrebt werden soll. In diversen Gruppenarbeiten wurden Detailthemen erarbeitet und der Weg für eine optimale Zusammenarbeit geebnet. Die Inhalte und die Organisation des Workshops sowie  die Art, wie man sich offen auf Augenhöhe begegnete, stießen bei allen Beteiligten auf sehr positives Feedback. Am Abend wurde bei einem gemütlichen Abendessen in großer Runde auf das Projekt angestoßen.

Am 2. Tag des Workshops konnten sich der Bauherr und die Architekten ein Bild davon machen, wie die PDE in der Praxis mit LEAN arbeitet. Anhand des Modells „SIMCity“ wurde zuerst der Bau eines Hotelgeschosses nach klassischer Bauweise simuliert. Jede/r der Projektbeteiligten spielte eine fiktive Rolle in Form eines ausführenden Gewerks, zum Beispiel Trockenbau, Maler, Bodenleger oder Fenster- und Türenmontage. Nur Florian Tschugg durfte seine reale Rolle im Projekt als Bauherrnvertreter beibehalten und das fertige Geschoss nach rund 40 Minuten „Bauzeit“ abnehmen.  Nach einer Einführung in die Geschichte des LEAN-Ansatzes und der Besprechung der wichtigsten Prinzipien wurde der Bau des Geschosses noch einmal durchgespielt: Diesmal unter Anwendung einer Taktplanung, die in regelmäßigen Abständen Evaluierungsmeetings im Kreis aller beteiligten Gewerke vorsieht. So war es möglich, schon während der Planung mögliche Terminkollisionen zu erkennen und sofort gegensteuernde Maßnahmen zu setzen. Dank dieser regelmäßigen Abstimmungen konnte die Nettobauzeit auf knapp 14 Minuten und somit auf ein Drittel der ursprünglichen Zeit verkürzt werden. Anhand dieser praxisnahen Vermittlung wurde deutlich, welche Vorteile diese gemeinsamen Taktplanung als eine der LEAN Design-Methoden bringen und der LEAN-Ansatz wurde für das Projekt übernommen. Nach diesem erfolgreichen und positiven Startworkshop freut sich nun das gesamte Team, mit dem Projekt P3 so richtig loszulegen und in die Umsetzung zu gehen.

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